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Für viele Halter und Interessenten stellt die Faser ein ‚Buch mit sieben Siegeln’ dar. Keine ideale Voraussetzung, wird doch der Wert (Kaufpreis) eines Alpakas nachhaltig durch die Faser bestimmt.

Mit dem Beitrag wollen wir  -  auf möglichst leicht verständliche Weise  -  Hilfestellung anbieten. Zentrales Thema sind die Faser-Messwerte und die Einordnung der Mess-Resultate. Der Beitrag beschränkt sich auf die von uns gezüchteten Huacaya-Alpakas.

Bei allem Bestreben zur Beschränkung auf das Wesentliche und zur (oft radikalen) Vereinfachung, ist ein umfangreicher Beitrag entstanden. Eine Folge der Komplexität des Themas. Wissbegierige mögen den Umfang und Fachleute die Vereinfachungen entschuldigen.

Hinweis: Damit Sie sich in Anbetracht des Textumfanges besser zurechtfinden, ist dem Beitrag eine Themenübersicht vorangestellt.


Test der Faserwerte

Züchter sollten die Faserwerte ihrer  Alpakas regelmässig in einem anerkannten Labor testen lassen. Dies allein schon deshalb, weil der Handelswert von Alpakas in extrem hohen Mass über die Faser-Qualität bestimmt wird. Wem dies keine Motivation ist, sollte nicht vergessen, dass ein Alpaka-Züchter auch eine moralische Verpflichtung trägt, dem Erbe einer 6’000-jährigen Zucht, die ausschliesslich der Faser galt, Sorge zu tragen.

Nachdem das einzige Faserlabor in der Schweiz keine Aufträge mehr annimmt, würde sich in Deutschland eine Möglichkeit anbieten. Doch die Kosten bei diesem Labor sind mit rund sFr. 65.- pro Probe exorbitant.

Deshalb haben wir in einem Versuch am 26. April 2011 fünf Faserproben mit normaler Post in die USA gesandt. Bereits am 10. Mai 2011 erhielten wir die Resultate per eMail zugestellt und am 16. Mai 2011 trafen zusätzlich die Original-Testformulare per Post ein. Gesamt-Kosten pro Probe, inklusive Porto, sFr. 9.50.

Das Vorgehen ist sehr einfach, denn das Labor stellt auf seiner Homepage ein Formular zu Verfügung, welches direkt am PC ausgefüllt werden kann. Gewählt haben wir das aussagekräftigere OFDA-Verfahren, doch können die Proben auf Wunsch stattdessen auch mit LaserScan ausgewertet werden. Jede einzelne Faserprobe (empfohlen werden 5 x 5 cm / wir haben ca. 3 x 3 cm beigelegt) zusammen mit dem Formular in ein einzelnes Kuvert legen und dann - ohne weiteren Kommentar - in ein Grosskuvert oder Packet verpacken. 

Die genaue Labor-Anschrift und die Angaben zu den Kosten (Preisreduktion bei grösserer Anzahl Proben) und der Bezahlung sind auf dem erwähnten Formular zu finden.

 
Yocom-McColl Testing Laboratories, Inc.
Denver/Colorado USA

www.ymccoll.com

 

 














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